Die Jusos München fordern während der IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) die kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für alle Menschen in München. Sie wollen damit der Mobilitätswende einen wirklichen Anschub im Sinne der sozialen Gerechtigkeit geben. Die Vorteile von U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus als soziales und ökologisches Gegengewicht zum Individualverkehr der IAA sollen nach vorne gestellt werden.
„Die kurzfristige und pragmatische Umsetzung von kostenfreiem ÖPNV ist ein wirklicher Treiber und Impulsgeber zur Mobilität der Zukunft in der Stadt. Eine Woche lang umsonst von A nach B zu kommen, ist für die Menschen in dieser Stadt wertvoller, als sich für 120€ teure Autos anzusehen. Es ist darüber hinaus ein starkes Signal, dass wir auch die soziale Gerechtigkeit und die Nutzungsgebühren für Mobilität im Blick haben.“
Kilian Maier, Landesvorstandsmitglied der Jusos Bayern aus München
Wenn die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, Hildegard Müller
sagt, dass Mobilität ein Grundbedürfnis der Menschen ist, wollen wir dies den Bürger*innen auch kostenfrei zur Verfügung stellen. An der Finanzierung der kostenlosen ÖPNV-Woche soll sich nicht nur die Stadt München und der Freistaat Bayern beteiligen. Auch die Veranstalter*innen der IAA sehen die Jusos in der Verantwortung: Sie müssen ihrem Versprechen einer effizienten, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Mobilität nachkommen und sich an der Finanzierung des kostenfreien ÖPNVs beteiligen. Die Jusos München schlagen vor, den städtischen Anteil an Einnahmeausfällen der MVG aus dem kürzlich von Katrin Habenschaden angekündigtem Klimaschutzbudget in Höhe einer halben Milliarde Euro zu finanzieren.
„Wenn alle Entscheidungsträger der Mobilität an einem Ort zusammenkommen, darf es nicht nur Selbstlob für die E-Autos der Autobauer geben, sondern die Bevölkerung muss davon profitieren.“
Paula Gundi, stellvertretende Vorsitzende der Jusos München.
Die Münchner Jusos legen den Fokus der Mobilitätswende auf die soziale Gerechtigkeit: Diese wird nur durch einen starken, gut ausgebauten und vor allem ticketfreien ÖPNV langfristig möglich sein. Die langfristige Finanzierung des kostenfreien ÖPNVs soll über Steuern einkommenssensitiv erfolgen. Kurzfristig hatten die Jusos bereits letztes Jahr das Modell eines solidarischen Bürger*innentickets vorgeschlagen.

