„Bauen, Bauen, Bauen – ist das die Lösung für die Wohnungsfrage? Was bedeuten eigentlich Mietspiegel, Mietpreisbremse oder Mietenstopp? Was kann die Stadt dafür tun, dass in München Platz für alle ist?“
Unter diesen Leitfragen fand am Montag, 3.2.2020 eine von den Jusos im Münchner Norden organisierte Veranstaltung zum Thema „Wohnen“ statt, bei der die verschiedenen Begriffe erläutert und über die Möglichkeiten der Stadt zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle diskutiert wurde. Als Expertinnen zum Themenbereich Wohnen waren Simone Burger, Stefanie Krammer und Julia Worch vor Ort. Erforderlich ist nach Auffassung der Münchner Jusos nicht nur mehr Wohnraum, sondern bezahlbarer Wohnraum.
Dies soll durch eine Verstärkung von Sozialbindungen und Programmen wie Auszubildendenwohnen oder Mehrgenerationenwohnen geschehen. Zum Erhalt und Schaffen der Lebensqualität geht Neubau immer mit dem Schaffen ausreichender Infrastruktur wie dem öffentlichen Nahverkehr, aber auch sozialen und kommunalen Einrichtungen einher. Zur Finanzierung der Wertsteigerung von Grundstücken sollen über eine Bodenwertzuwachssteuer Einnahmen erzielt werden. Zur Umsetzung soll die Stadt weiter Grundstücke ankaufen und städtische Grundstücke nicht mehr dauerhaft aus der Hand geben.
In diesem Zusammenhang unterstützen die Jusos auch die Fortführung der SEM, um die städtebauliche Entwicklung gezielt und nachhaltig zu gestalten. Um zu verhindern, dass durch Gentrifizierung die Mieten weiter steigen, soll das gesamte Stadtgebiet zum sogenannten Erhaltungssatzungsgebiet erklärt werden. Denn Wohnraum ist ein Grundrecht und kein Spekulationsobjekt!
