saveM94.5 #UKWichtig

 

 

Gemeinsame Erklärung von Kreisjugendring München,
Bildungsfreiräume e.V., DGB Jugend München, IfKW,
JFF, jungen Liberalen und Jusos München.

 

Wir fordern den Fortbestand der UKW-Frequenz für das Aus- und Fortbildungsradio M94.5!

M94.5 bereichert die Radiolandschaft nicht nur seit Jahren durch zeitgemäße Musik und Berichterstattung jenseits von Kommerz und Mainstream, der Sender steht auch für eine redaktionelle Ausbildung auf professionellem Niveau. Die bisher hohe Qualität der journalistischen Ausbildung bei M94.5 zeigt sich auch in der großen Anzahl an ehemaligen „94.5lern“, die als Journalisten bzw. Journalistinnen in verschiedenen Feldern der deutschen Medienlandschaft Fuß fassen konnten - nicht nur bei anderen Radiosendern, auch beim Fernsehen und den Printmedien, vor allem aber im Bereich der Digitalmedien.

Die Wertigkeit und Qualität der Aus- und Fortbildung bei M94.5 sehen wir mit einem Verlust der UKW-Frequenz stark gefährdet.

Zu einer professionellen Ausbildung gehört beim Radio eine UKW-Frequenz. M94.5 hatte Erfolg, weil der Sender ernst genommen und wirklich gehört wurde, im Auto, bei der Arbeit, zu Hause. Diese Ernsthaftigkeit kommt alleine durch das live Senden und Hören.

Das Wissen, „dass man nicht so tut, als ob man Radio mache“, sondern dass das Programm wirklich unter realen Bedingungen produziert, gesendet und dann auch von einem großen Publikum empfangen wird, ist enorm wichtig. Nicht nur für die Qualität der Ausbildung, sondern auch für den Fortbestand der Redaktion mit aktiven Redakteurinnen und Redakteure, Praktikanten und Praktikantinnen. Ohne einen terrestrischen Empfang ist der Sender für potentielle neue Mitwirkende weitaus weniger attraktiv. Der Sender braucht aber den Nachwuchs, um das Sendeangebot aufrechtzuerhalten.

Die angedachte Ausstrahlung über DAB+ oder Internet-Streaming kann nicht als gleichwertig betrachtet werden, hören doch nach der JIM-Studie 2016 75% der Kernzielgruppe von M94.5 immer noch Radio über terrestrischen Empfang via UKW.
Der Entzug der UKW-Frequenz würde das professionelle Arbeiten der jungen Redaktion auch deshalb erheblich erschweren, weil der Sender als Partner an Bedeutung verlieren würde: Akkreditierungen würden nicht mehr ohne weiteres gewährt, die Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden wäre beschränkt, Kooperationen wären nicht mehr möglich.

Nicht zuletzt ist der Weiterbestand von M94.5 in der momentanen Form von jugendpolitischer Relevanz für die Stadtgesellschaft. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen verfassen eigenständig Beiträge aus Politik, Kultur etc. und organisieren ihre Arbeit selber. Eine selbstorganisierte Jugendredaktion steht nicht nur München gut zu Gesicht, sondern garantiert auch junges politisches Bewusstsein und eine kritische Berichterstattung - ein alternatives, nicht kommerzielles Programm in der sonst doch recht homogenen Radiolandschaft.