CSU verabschiedet sich vom Münchner Kurs der Weltoffenheit

 

Münchner Jusos stellen Rathauskooperation in Frage

 

München steht für Weltoffenheit, mehr denn je seit letztem Jahr. Die Landeshauptstadt und die Münchner Bevölkerung haben viel für Geflüchtete getan und tun es bis heute. Dank einer starken SPD und der Unterstützung weiter Teile der Opposition konnte diese Linie bisher, auch mit den Stimmen der CSU, durchgezogen werden. Nun will Josef Schmid diesen gemeinsamen Weg offenbar aufkündigen. Auf dem Aubinger Herbstfest fordert er eine Obergrenze, vermischt sachlich falsch das Grundrecht auf Asyl mit Zuwanderung und unterstützt den Kurs von Seehofer und Söder zu "100%". Das heißt, dass Josef Schmid sich auch hinter das Papier stellt, das die CSU letzte Woche herausgegeben hat.

 

Damit verabschiedet sich die Münchner CSU endgültig von einer angeblich "liberalen Großstadtpartei“, sie entlarvt sich selbst der Lüge. „Wer von der AfD abschreibt, kündigt den Konsens der demokratischen Parteien auf. Die Grundlage für jedwede Zusammenarbeit ist damit aus unserer Sicht zerbrochen. München braucht wieder eine Mehrheit im Stadtrat, die die Lebensweise dieser Stadt widerspiegelt und deren Bedürfnisse ernst nimmt, statt eine Partei zu dulden, die sich damit brüstet, geistiger Vorreiter der AfD zu sein. München ist eine Stadt mit Herz, da haben Vorurteile und Ressentiments gegenüber Geflüchteten nichts verloren“ sagt Lena Sterzer, Vorsitzende der Münchner Jusos.