Demonstrationen gegen inhumane Politik sind kein Populismus

 

 

Zum heutigen TZ-Artikel "Josef Schmid: Demo war Populismus" erklärt Lena Sterzer, Vorsitzende der Jusos München:

 

"Demonstrationen tausender Menschen, die nicht derselben Meinung sind wie er und die CSU, als ‚billigen Populismus‘ abzutun, ist schon ein bemerkenswertes Demokratieverständnis für einen Bürgermeister und die selbsternannte kommunale Spitze der CSU.

 

Dass ausgerechnet ein CSU-Mitglied in der Flüchtlingsdiskussion ‚Populismus‘ entdeckt, ist schon fast ironisch. Wir raten Josef Schmid sich an Host Seehofer, der immer wieder durch Äußerungen wie ‚Wer betrügt, der fliegt‘ oder ‚bis zur letzten Patrone‘ auffällt, zu wenden, um sich erklären zu lassen, was echter Populismus ist.

 

Herr Schmid sollte statt über ‚reflexartiges Einschlagen‘ auf die CSU zu jammern, sich lieber bei seinen Parteifreunden dafür einsetzen, dass Flüchtlinge im Freistaat angemessen untergebracht werden. Seinem Statement, wonach er dafür sei, das Thema Asyl ruhig und sachlich zu diskutieren, wird er mit seinen Populismus-Vorwürfen jedenfalls nicht gerecht."

 

Die Jusos München hatten gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und Verbänden zu der Kundgebung auf dem Max-Joseph-Platz am vergangen Montag aufgerufen.