Jetzt nicht kneifen, Herr Schmid!

 

Die Jusos München begrüßen die heutige Initiative der SPD-Fraktion im Münchner Rathaus, den Reden auf dem CSD am vergangen Samstag nun auch konkrete Taten folgen zu lassen.

„Wir werden sehen, ob die CSU tatsächlich die ‚liberale Großstadtpartei‘ ist, als die sie sich selbst gerne darstellt. Wenn sich Josef Schmid auf dem Marienplatz als Freund der Ehe für Alle und des vollen Adoptionsrechts für Homosexuelle gibt, dann muss er sich auch in seiner Partei und bei Horst Seehofer für seine Überzeugungen einsetzen. Kneifen geht definitiv nicht mehr“, kommentiert Lena Sterzer, Vorsitzende der Jusos München.

Dass Josef Schmid sich auf dem CSD für die Ehe für Alle und ein erweitertes Adoptionsrecht ausspricht, ist zynisch. So ist es doch die CSU bzw. die CDU, die sich seit Jahren der Gleichstellung entgegenstellt. Dementsprechend skeptisch sind die Jusos, dass sich Josef Schmid in seiner Partei durchsetzen kann und will: „Wären ihm die Rechte Homosexueller wirklich wichtig, dann hätte Herr Schmid und die Münchner CSU schon lange die entsprechenden Initiativen ergreifen können“, so Lena Sterzer.

Die Jusos machen sich seit Jahren für mehr Gleichstellung stark und fordern unter anderem die Öffnung der Ehe für Alle, ein Adoptionsrecht und das Ende der steuerlichen Ungleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Paare. Auf Initiative der Jusos und Schwusos hat die Münchner SPD auch auf ihrem letzten Parteitag am 04. Juli wieder mehrere Anträge zum Thema Gleichstellung einstimmig verabschiedet. Die Delegierten sprachen sich unter anderem für eine zügige Rehabilitation der Opfer nach §175, gegen eine Vorverurteilung bei der Blutspende oder auch für die lückenlose Umsetzung der gleichstellungspolitischen Forderungen des Koalitionsvertrags auf Bundesebene aus.

 


 

 

PM_JusosMuenchen_Gleichstellung.pdf