Jusos München wählen neuen Vorstand

Lena Sterzer als Nachfolgerin von Cornelius Müller zur Vorsitzenden der Jusos München gewählt

Auf ihrer Jahreshauptversammlung am Samstag, den 13. Dezember 2014 haben die Jusos München ihren Vorstand neu gewählt. Nach dreijähriger Amtszeit trat Cornelius Müller (28) nicht mehr an. Als neue Vorsitzende des rund 1200 Mitglieder starken Verbandes wurde die 26-jährige Lena Sterzer mit 92 % der Stimmen gewählt.

Lena Sterzer wohnt in Haidhausen, ist Bauingenieurin und arbeitet an ihrer Doktorarbeit zu den Zusammenhängen von Wohnstandort, Mobilitätsverhalten und Einkommen. Sie ist seit 2006 SPD-Mitglied und war von 2008 bis 2014 Mitglied im Bezirksausschuss Milbertshofen-Am Hart. Sie hat eine der drei Arbeitsgruppen zum Erneuerungsprozess der Münchner SPD nach der Kommunalwahl mitgeleitet. Lena Sterzer ist seit 2009 Mitglied des Vorstandes der Jusos München.

„Die Jusos München haben dieses Jahr nicht nur den Kommunal- und Europawahlkampf aktiv mitgestaltet, sondern auch mit einer großen Veranstaltung ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Im Sommer haben wir uns am Erneuerungsprozess der Münchner SPD beteiligt. Nun ist Zeit für eine vertiefte inhaltliche Arbeit. In den kommenden Monaten wollen wir uns besonders mit dem Thema Wachstum in unserer Stadt und dessen sozialer Ausgestaltung beschäftigen. Hier brauchen wir dringend Antworten. Mein persönliches Schwerpunktthema ist außerdem die Verkehrspolitik in München“ so Lena Sterzer.

Nach einem ereignisreichen letzten Jahr ist es an der Zeit für mich, neuen Ideen und neuer Energie Platz zu machen. Selbstverständlich ist dies noch kein Abschied von den Jusos in der SPD. Inhaltlich werde ich weiter im Verband mitarbeiten und freue mich darauf, mich weiter vertieft mit politischen Fragestellungen zur Kommunal-, Wirtschafts- und Arbeitspolitik zu beschäftigen“ so Cornelius Müller.

Eva Blomberg und Milos Vujovic wurden als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Weiter wurden Hanna Hefermehl-Fischer, Marius Köstner, Louisa Pehle und Frederik Knappe in den neuen Vorstand gewählt.

Neben einigen Anträgen wurde auf der Konferenz auch eine Resolution anlässlich vermehrt stattfindende Anschläge auf linke Einrichtungen verabschiedet. Der Anschlag auf die Parteizentrale der Münchner Linkspartei auf der Schwanthalerhöhe reiht sich ein in eine lange Reihe von Anschlägen auf linke Einrichtungen, Wohnprojekte, Freiräume und vor allem auch Personen in München und der Region. Die Aufklärungs- und Verurteilungsrate ist erschreckend gering. Laut einer CSU-Landtagsabgeordneten ist Bayern „Marktführer in der Inneren Sicherheit“, bei Angriffen auf linke Einrichtungen und Personen spricht das Innenministerium jedoch konsequent von EinzeltäterInnen und versucht die Taten zu relativieren. Die Jusos München erklären sich solidarisch mit progressiven linken Zusammenschlüssen und Personen, die von der Repression der bayerischen Staatregierung betroffen sind und die Opfer von Anschlägen geworden sind.