Das Volksbegehren gegen Studiengebühren hat begonnen!

Bild, von links: Louisa Pehle (stv. Vorsitzende Jusos München), Tobias Afsali (stv. Landesvorsitzender Jusos Bayern), Felix Rüchardt (Sprecher Juso Hochschulgruppe LMU), Lena Schützle (Sprecherin Juso Hochschulgruppe TUM), Cornelius Müller (Vorsitzender Jusos München), Tim Hall (Öffentlichkeitsbeauftragter Jusos München)


 

Jusos München sind aktiv im Bündnis dabei und wollen Bildungsgebühren in Bayern endlich abgeschafft wissen

 

Am 17. Januar 2013 begann die Eintragungsfrist für das Volksbegehren gegen Studiengebühren in Bayern. Ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien, StudierendenvertreterInnen und vielen mehr, kämpft für die Abschaffung der unsozialen Unimaut. Die Jusos kämpfen bereits seit Jahren in allen deutschen Bundesländern gegen die Studiengebühren und sind auch jetzt, im Endspurt, ganz vorne mit dabei.

Felix Rüchardt, Sprecher der Juso Hochschulgruppe LMU: „Für uns als Juso Hochschulgruppe ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns an dem Volksbegehren beteiligen. Überall in Deutschland wurden die Gebühren bereits als versteckte Privatisierung des Bildungssystems entlarvt und wieder abgeschafft. Es gibt sie nur noch in Niedersachsen und Bayern. Jetzt haben wir die Chance auch das endlich zu ändern."

Daniel Fritsch, stellvertretender Juso Landesvorsitzender, war von 2002 bis 2005 in der Studierendenvertretung der LMU aktiv. Er hat den Kampf gegen die Gebühren von Anfang an verfolgt: „Bereits 2003 waren die Jusos federführend an der Gründung des bayerischen Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS) beteiligt. Es war schon damals absehbar, dass die Kürzungen der Hochschuletats durch die Regierung Stoiber nur die Ouvertüre zur Einführung von Studiengebühren sein würden. Erst wurde die finanzielle Situation der Hochschulen massiv verschlechtert und dann Studiengebühren als Allheilmittel angepriesen. Dabei war schon damals klar, dass Studiengebühren kein einziges Problem der Hochschulen lösen, dafür aber die soziale Selektivität des bayerischen Bildungssystem noch erhöhen würden. Leider konnten wir trotz aller Aktionen, Proteste und Demos die Einführung der Gebühren 2007 nicht verhindern. Umso mehr freut es mich, dass die Jusos, ABS, SoS und Bildungsstreik nie aufgegeben haben gegen Studiengebühren zu kämpfen und jetzt zu ihrer endgültigen Abschaffung beitragen.“

Lena Schützle, Sprecherin der Juso Hochschulgruppe TUM: „Es wird die Angst geschürt, dass sich die Situation an bayerischen Hochschulen aufgrund des Wegfalls der Studiengebühren verschlechtern könnte. Doch genau deswegen kämpfen wir auch für Kompensationszahlungen und demokratische Beteiligung der Studierenden an den Hochschulen.“

Tim Hall, Öffentlichkeitsbeauftragter der Jusos München: „Wir müssen in Bayern ein Quorum von 940.000 Unterschriften erfüllen. Das ist eine große Herausforderung, zumal es in Bayern nur etwa 260.000 Studierende gibt. Es ist also wichtig klar zustellen, dass kostenfreie Bildung ein Grundrecht ist und damit wesentlich mehr Menschen betrifft, als nur jene, die derzeit studieren.“

Die Jusos München setzten sich darüber hinaus auch für die Abschaffung aller Gebühren an städtischen und staatlichen Schulen ein, um auch alle zu entlasten, die eine berufliche Aus-, Fort- oder Weiterbildung anstreben, zum Beispiel einen Meister.