MVV-Ausbildungstarif muss weiterentwickelt werden!

Jusos begrüßen Unterstützung der StudentInnen durch die Stadt als ersten Schritt

 

Der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft des Münchner Stadtrats hat gestern, 20.11.12, der Finanzierung eines Semestertickets im MVV-Tarifgebiet zugestimmt. Dieter Reiter, Referent für Arbeit und Wirtschaft sowie OB-Kandidat der Münchner SPD, hatte bereits im Vorfeld seine Unterstützung für einen besseren Ausbildungstarif ausgedrückt und damit eine zentrale Juso-Forderung aufgegriffen.

Durch die Übernahmeerklärung des Stadtrats kann die Finanzierungslücke geschlossen werden, die im MVV-Verbund entsteht, sollten zu wenige StudentInnen das günstige Aufpreisticket nutzen. Der Sockelbetrag von 59 EUR wird von allen StudentInnen als Solidarbeitrag verlangt. Jetzt können im nächsten Schritt die StudentInnen an LMU, TUM und Hochschule München dem Angebot zustimmen.

Lena Schützle, Sprecherin der Juso Hochschulgruppen: "Wir freuen uns sehr über die Unterstützung des Stadtrats. Diese Entscheidung hat uns erneut motiviert, in den nächsten zwei Wochen durch unsere Semesterticket-Kampagne viele Studierende zu mobilisieren, damit ein solidarisches Semesterticket für München Realität werden kann!"

Die Jusos München fordern schon seit langem eine allgemeine Weiterentwicklung des immer teurer werdenden Ausbildungstarifs - nicht nur für StudentInnen, sondern auch für Münchner SchülerInnen und Azubis.

Cornelius Müller, Vorsitzender der Jusos München: "Es ist konsequent, wenn die Münchner SPD, die wie keine andere Partei in der Stadt für "Gute Arbeit" steht, auch die Rahmenbedingungen von SchülerInnen und Azubis beachtet. Neben günstigem Wohnraum und kostenlosen Bildungseinrichtungen wird auch eine günstige MVV-Option benötigt, um den teuren Lebensunterhalt zu entlasten. Eine reiche Stadt wie München muss alle Gruppen berücksichtigen. Dass sich der Freistaat und die Landkreise im MVV nicht an einer Finanzierung von günstigen Ausbildungstickets beteiligen und die Stadt jetzt bei den StudentInnen in die Presche springen muss, ist für uns unverständlich. Neben den unsozialen Studiengebühren und einem selektiven bayerischen Bildungssystem zeigt die CSU hier wieder, wie wenig ernst es ihr um die Bedürfnisse junger Menschen in Ausbildung ist. Es ist wohl höchste Zeit für einen Politikwechsel im wohlhabenden Münchner Umland."