Studiengebühren sind ein untotes Phänomen

Es wird Zeit sie endgültig zu begraben!

 

Jahrelang haben Studierendenvertretungen und Jusos gemeinsam mit anderen Parteien und Organisationen gegen die Studiengebühren in Bayern gekämpft. Endlich zeigt der Protest Wirkung! Mittlerweile zweifelt selbst die CSU am Sinn der Gebühren und die Hoffnung ist da, dass die unsozialen Gebühren noch vor dem Volksbegehren im neuen Jahr abgeschafft werden. Für die Jusos München ist das aber längst kein Grund sich auszuruhen und die Beine hochzulegen. "Wir hören erst auf, wenn die Studiengebühren Geschichte sind" betont Timothy Hall, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der Jusos München.

"Es gab Befürchtungen, dass sich die Leute irgendwann an die Studiengebühren gewöhnen. Aber unsoziale Gebühren bleiben unsozial, egal wie lange sie schon gezahlt werden." erklärt Cornelius Müller, Vorsitzender der Jusos München und ergänzt "Die lange Geschichte von SOS-Demos (Studieren ohne Studiengebühren), Bildungsstreiks und Hörsaalbesetzungen zeigt, dass Studiengebühren eben kein Schönwetterthema sind, sondern ein ernsthaftes Problem!"

Um den Druck auf die Landesregierung nicht abflauen zu lassen, organisieren verschiedene AktivistInnen weiterhin Aktionen und Veranstaltungen um die Öffentlichkeit aufzuklären. An Halloween 2012 fand ein Zombiewalk durch die Münchner Innenstadt statt, Motto: "Studiengebühren versklaven unsere Seele". Lena Schützle, die Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe an der TUM, hat sich als buckliger Zombie verkleidet und ein Schild mit der Aufschrift "Studiengebühr – dawn of the debt" umgehängt. Für sie steht fest: "Studiengebühren sind ein untotes Phänomen, sie werden nur noch künstlich am Leben gehalten."