Gedenken zum Jahrestages der Attentate von Oslo und Utøya

 

Am Sonntag, den 22. Juli 2012, haben sich die Delegierten der Jusos
München sowie zahlreiche Mitglieder und Gäste im Kulturzentrum „Giesinger
Bahnhof“ getroffen, um über aktuelle Anträge zu beraten. Es ist kein Zufall,
dass die Konferenz am Jahrestag der Attentate von Oslo und Utøya stattfand:
Genau ein Jahr zuvor waren 69 junge Mitglieder der norwegischen
Schwesterorganisation AUF umgekommen.


Cornelius Müller, Vorsitzender der Jusos München: „Die Anschläge auf
unsere Genossinnen und Genossen haben uns tief getroffen. Deswegen haben
wir im Rahmen der Münchner Unterbezirkskonferenz der Opfer gedacht.
Gleichzeitig war es uns auch wichtig, dass wir uns mit inhaltlichen Themen
beschäftigen. Niemand hat es so passend ausgedrückt wie der norwegische
Ministerpräsident Jens Stoltenberg: Mehr Demokratie und mehr Menschlichkeit
ist unsere Antwort, denn das sind wir den Opfern schuldig.“


Auf der Konferenz verabschiedeten die Delegierten unter anderem Anträge zur
Vergünstigung der teuren ÖPNV-Ausbildungstarife in München. Lena Sterzer,
Vorstandsmitglied der Jusos München: „Wir fordern nicht nur ein Semesterticket
für die Münchner Studierenden, sondern Vergünstigungen für alle Menschen in
Ausbildung. Auf Bundesebene engagieren wir uns für mehr Finanzmittel für
öffentliche Verkehrsprojekte.“


Anschließend gedachten rund 30 Mitglieder am Kurt-Eisner-Denkmal am
Oberanger den Opfern des Massakers. Anno Dietz, Vorsitzender der Jusos
Oberbayern: „Zeltlager und internationale Treffen sind fester Bestandteil der
Arbeit jungsozialistischer Organisationen. Viele von uns, die auf
internationalen Treffen waren, kennen die AUF als aktiven Jugendverband.
Manche Jusos kannten Opfer der Anschläge auch persönlich. Wir wünschen
den norwegischen Genossinnen und Genossen auch weiterhin viel Kraft für
ihre politische Arbeit – trotz und gerade wegen der schrecklichen Anschläge vor
einem Jahr.“