Jusos fordern Rücktritt von Ottmar Bernhard

Jusos fordern Rücktritt von Ottmar Bernhard
Münchner CSU keine ernstzunehmende politische Kraft

Die Münchner Jusos nehmen das „Kreditgemauschel" des Münchner CSU-Vorsitzenden Ottmar Bernhard fassungslos zur Kenntnis. Nach dem JU-Skandal und der Hohlmeier-Affäre leistet sich die Münchner CSU nun einen Skandal in neuer Dimension.

Es kann nicht sein, dass ein CSU-Politiker, der für die Kontrolle der Bayern LB mitverantwortlich ist, günstige Sonderkonditionen für seine Partei bei der Bank aushandelt. Da werden rechtliche und moralische Grenzen sehr stark verwischt.

Der Münchner Juso-Chef Jens Röver meint dazu: „Die Skandale bei der CSU nehmen kein Ende. Vielleicht sollten sie sich in „Chaotische Skandal Union" umbenennen. Wenn sich die Behauptungen bewahrheiten, muss Ottmar Bernhard sofort von seinem Amt zurücktreten. Ferner muss die CSU lückenlos aufdecken, wer aus dem CSU-Führungszirkel noch in dieses Kreditgeschäft eingeweiht war und sich somit mitverantwortlich gemacht hat."

Die Jusos sind einmal mehr der Meinung, dass die Münchner CSU als politischer Konkurrent kaum noch ernst zunehmen ist. Als glaubwürdige Gestaltungskraft hat die CSU jegliche Legitimität verloren. Dieser neue CSU-Skandal ist aber auch ein großer Schaden für die politische Kultur in München.

Jens Röver dazu: „Die CSU „konsolidiert" sich anscheinend nur noch von Skandal zu Skandal. Als Außenstehender lässt sich letztlich feststellen, dass diese Partei nicht mehr über den Status eines zerstrittenen, maroden und bankrotten Haufens
hinwegkommt."