Jusos fassungslos über Entscheidung der MVV

Jusos fassungslos über Entscheidung der MVV-Gesellschafterversammlung
Jetzt muss die Abonnierbarkeit der Ausbildungstarife kommen!

Die Münchner Jusos kritisieren die Entscheidung des MVV, die Pläne für die Realisierung eines Semestertickets auf Eis zu legen.Was in anderen Großstädten klappt muss auch in München machbar sein.

Hierzu der Vorsitzende der Münchner Jusos, Jens Röver:
Wir Jusos bleiben dabei: Langfristig bleibt ein Semesterticket für Studierende, SchülerInnen und Azubis unser Ziel! Als ersten Schritt fordern wir mit Nachdruck die Abonnierbarkeit der Ausbildungstarife nach dem Vorbild der Isar-Card-Abos.

Der Freistaat Bayern streichte die Etats der Hochschulen zusammen, führte einen Verwaltungsbeitrag und Studiengebühren von gemeinsam 550€ ein, und senkt zudem seit Jahren die Zuschüsse für vergünstigte Ausbildungstarife, die deshalb überproportional steigen und Studierende, SchülerInnen, und Azubis stark belasten. Für die Studierenden wären rechnerisch fast drei Semestertickets (à 190€) bezahlbar, schafft man die von der CSU-Staatsregierung eingeführten unsozialen Studiengebühren und den Verwaltungsbeitrag wieder ab.
Zum Bedauern des Wissenschaftsministers Thomas Goppel auf sueddeutsche.de vom 14. Juli 2008 („Schade, dass der MVV die Segel schon gestrichen hat.“):

Es ist eine Unverschämtheit und nichts als Augenwischerei vom so genannten Wissenschaftsminister Goppel, die angebliche Nicht-Realisierbarkeit eines Semestertickets nun zu bedauern. Erst werden den Studierenden 550€ pro Semester an Verwaltungsbeitrag und Studiengebühren aus der Tasche gezogen und die bayerischen Zuschüsse für vergünstigte Ausbildungstarife gekürzt, und anschließend gibt man sich öffentlich als Studierendenfreund, der es bedauert dass die Landeshauptstadt München die verfehlte Bayerische Hochschulpolitik nicht vollständig kompensieren kann!“, so Jens Röver abschließend.