Umwelt

Damit München weiterhin eine lebenswerte Stadt bleibt, müssen insbesondere im Umwelt-, Energie und Verkehrsbereich Weichen gestellt werden.

Dabei verfolgen wir drei Grundsätze, die durch verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden können:

Nachhaltigkeit als zentrale Maxime politischen Handelns

Energieverbrauchsvermeidung vor Energiesparen

ÖPNV vor motorisiertem Individualverkehr

 
Die Grünflächen im Münchner Stadtgebiet schaffen ein angenehmes Stadtklima für alle. Zudem erhöhen sie den Freizeitwert und fungieren als Naherholungsgebiete für die Stadtbevölkerung. Deshalb fordern und halten die Jusos am bewährten "Drittelprinzip" fest: ein Drittel Grünflächen, ein Drittel Wohnflächen und ein Drittel Gewerbeflächen. Zudem soll das Prinzip der Nachverdichtung vor dem Versiegeln weiterer Flächen favorisiert werden.

München soll Umwelthauptstadt in Deutschland werden. Dazu erweitert die Stadt ihr Engagement im Bereich Solar-, Wasserkraft- und Biomasseenergie. Die Experten für Umwelt-technologie und Umweltschutz sind oftmals in bürgerschaftlich organisierten Umweltvereinen zu finden. Um dieses wertvolle Wissen in sichtbare Erfolge umzuwandeln richtet die Stadt ein Zentrum für Umwelt ein, in dem Umweltvereine und Start-ups im Energie-, Versorgungs- und Schul-ungsbereich vernetzt und unterstützt werden. Dadurch entstehende Syn-ergien können wirtschaftlich, sozial und ökologisch vorteilhaft für München werden.

Wir fordern einen Ausbau der Nutzung von Regen- und Brauchwasser. Häuserneubauten sollen mit Regenwasser- bzw. Brauchwassertrennsystemen ausgestattet werden. Langfristig streben wir solche Systeme für alle Häuser an, da durch sie nicht nur Wasser gespart werden kan sondern auch Kläranlagen entlastet werden.

Energie muss effizienter genutzt werden, da in vielen Bereichen nutzlos wertvolle Energie verschwendet wird. Die LH München investiert massiv in die Nachrüstung des städtischen Immobilienbestands. VerbraucherInnen müssen grundsätzlich zum Energiesparen angeregt werden. Wir fordern den Ausbau von Förderprogrammen (z.B. in Grundschulen), sowie von für alle VerbraucherInnen zugängliche Beratung und Informati-on. Privatleute und Unternehmen müssen bei effizienter Energieaus-nutzung unterstützt werden, zum Beispiel beim nachträglichen Dämmen von Gebäuden und energiesparender Bauweise bei Neubau-ten. Die durch Kraft-Wärme-Kopplung ermöglichte Fernwärme ist weiterhin möglichst gut auszuschöpfen, da sie sowohl umweltfreundlich als auch preisgünstig für die VerbraucherInnen ist. Des Weiteren sind die Möglichkeiten der Nutzung von Photovoltaikanlagen zu verfolgen. Der Energiebedarf soll langfristig von regenerativen Energiequellen gedeckt werden. Das Ziel bis 2020 deutlich über 20% der Energie aus diesen Quellen zu beziehen, muss unbedingt eingehalten werden. Dazu müssen Biogasanlagen gefördert werden und in eigene Erdgasfelder sowie Wind- und Solaranlagen der Stadtwerke München in ganz Europa investiert werden. Der in eigenen Anlagen erzeugte Energieanteil sollte steigen. Nur so ist auch der Ausstieg aus der Atomenergie, hinter dem wir bedingungslos stehen, realisierbar.

Auch in München ist Luftverschmutzung ein Thema. Wir müssen weiterhin daran arbeiten, sie möglichst weit zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Besonders der CO2-Ausstoß ist zu senken. Auch deshalb sind die intensive Nutzung des ÖPNVs der MünchnerInnen und eine Förderung des Radverkehrs essentiell, da nur so der Autoverkehr eingeschränkt werden kann. Die Jusos stehen hinter der geplanten Umweltzone.

Weiterhin ist auch der Münchener Luftreinhalteplan zu unterstützen. In diesem Bereich ist auch die Zusammenarbeit mit Umweltverbän-den und -initiativen wünschenswert.

 

 

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