Bildung in der Stadt

Auch wenn Bildung nach der Bayerischen Verfassung eine Aufgabe der Staatsregierung ist, dürfen wir die Zukunft unserer Kinder nicht ausschließlich in die Hände einer CSU-Bildungspolitik legen. Diese verschärft durch die Einführung des Büchergelds, die verkürzte Gymnasi-alzeit und die geplanten Studien-gebühren die soziale Selektion an den Schulen und Hochschulen.

Bereits seit 1895 hat die Stadt München unter dem Stadtschulrat Kerschensteiner ein kommunales Schulsystem aufgebaut, das die Bildungschanchen von Mädchen erhöht und den Grundstein zum dualen Bildungswesen geschaffen hat. Heute betreibt die Stadt München 14 Gymnasien, 20 Realschulen, Berufs-schulen und weiterführende Beruf-liche Schulen. Die Stadt München gibt jedes Jahr mehr als 900 Milli-onen € für das Bildungsbudget aus.

Die SPD will Chancengleichheit bewahren und steht deshalb für einen Erhalt des größten kommunalen Schulwesens.

Wir reagieren auf neue Anforderungen an unser Bildungs-wesen: Wenn nur 16 % der Haushalte in München Kinder haben, dann müssen wir dem antiquierten Familienbild der CSU den Kampf ansagen. Kinder und Berufstätigkeit beider Eltern müssen zu einer Selbstver-ständlichkeit werden. Neben einem Ausbau von Hortplätzen, brauchen wir dazu Ganztagsschulen in allen Schulformen. Das Elsa-Brandström- und das Luisen-Gymnasium bieten noch in diesem Jahr rhythmisierten Ganztagesunterricht und in zahlreichen Grund-. Hauptschulen wurden die Möglichkeiten zum Ganztags-unterricht geschaffen. Die SPD unterstütz den Weg aller 14 städtischen Gymnasien und 20 Realschulen zu qualitativen Ganztagesschulen.  Damit sind wir Motor für bayerische Bildungspolitik.

Der 1. Münchner Bildungsbericht zeigt, dass auch in München Bildungschancen vom Einkommen der Eltern, vom Migrationshinter-grund und von dem Bildungsgrad der Eltern abhängen. Damit nicht nur die Eliten sich selbst reproduzieren muss dringend durch neue Bildungsan-gebote und die Schaffung von Gesamtschulen die Chancengerech-tigkeit im Bildungssystem erhöht werden.

 

Die Jusos fordern:

 
Temporäre Schaffung von weiteren Hortplätzen und Schulsozialarbeit

Ausbau der Ganztagsschule in allen Schulformen

Überwindung des dreigliedrigen Schulsystems

Weiterentwicklung der Schulen besonderer Art, zu einer richtigen Gesamtschule

Schaffung einer Modellschule

Intensivierung von frühkindlicher Förderung in Krippe und Kindergarten und von Bildungsangeboten in Stadtteilen mit hohem Migrationshintergrund oder geringer Kaufkraft

Gerechte Finanzierung der Lehrpersonalkosten durch den Freistaat

 

Berufliche Bildung

Die Landeshauptstadt München bietet bereits ein erfreulich hochwertiges Angebot an kommunalen Berufs-, Fach-, Meister, und Technikerschulen. Dieses Bildungsangebot im Bereich der Beruflichen Bildung und Weiterbildung ist in kommunaler Hand zu erhalten und weiter Auszubauen und zu Verbessern. Wir begrüßen die von der Stadt in den letzten Jahren unternommenen Investitionen in diesem Bereich, langfristig müssen die bestehenden Einrichtungen weiterhin an neu entstehende Anforderungen angepasst und in hochwertiger Qualität erhalten werden.

Die zu diesem Jahr eingeführten Gebühren für Fach-, Techniker-, und Meisterschulen lehnen wir entschieden ab. Wir fordern die Rückkehr zur gebührenfreien Bildung auch in dem Bereich der beruflichen Bildung.

 

 

Links

 

ROTEN FADEN 08 als PDF downloaden