Integration und tolerante Stadt

Migration

Bestehende Hürden, die Migrant-Innen an der Hilfesuche hindern, sollen beseitigt bzw. gemindert werden. Hier müssen integrierende und der interkulturellen Öffnung entsprechende Strukturen erhalten und bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Die Unterstützungsformen sollen für die Aufsuchenden verständlich und einfach strukturiert sein.

Bei dem Wunsch nach Integration sollen alle MigrantInnen individuell unterstützt werden, um ihnen die Möglichkeit zur sozialen, beruflichen und schulischen Integration zu ermöglichen.

Es muss gewährleistet werden, dass die Beratungsangebote den Hilfesuchenden auch in der jeweiligen Muttersprache zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für wichtige Informationsblätter- und broschüren.

Unentbehrlich ist ein "Orientierungshilfeflyer" in allen Sprachen, der Auskunft über die wichtigsten Dinge und Informationen für den Alltag in München enthält.

Gerade junge Migrantinnen und Migranten haben es besonders schwer nach der Schule einen Ausbildungsplatz zu finden. Hier muss die Stadt München gemeinsam mit der Wirtschaft Abhilfe schaffen.


Toleranz der Kulturen

Unser Ziel ist eine tolerante und solidarische Stadtgesellschaft. Wir wollen eine Stadt in der sich die Münchner-innen und Münchner wohl fühlen und gerne leben. Ebenso sehen wir München als eine lebenswerte Stadt an, die durch ihre Vielfalt viel Abwechslung aber auch Offenheit gegenüber anderen Nationen, Religionen und Kulturen zeigt.

Dieser Zustand muss insbesondere durch Unterstützung anderer Kulturen und Religionen bei der Gestaltung ihres traditionellen Alltags aufrecht erhalten werden bzw. nicht ausreichende Strukturen ergänzt werden. Wir halten es für einen wichtigen Schritt der Integration, dass andere Kulturen Räume in unserer Mitte haben, in denen sie sich zusammenfinden können, um ihre Traditionen und Kulturen zu leben.

Insbesondere sind Projekte zu fördern, die den gegenseitigen Aus-tausch von verschiedenen Kulturen fördern, um dadurch Dialoge zu ermöglichen.

Wir freuen uns, dass die israelitische Kultusgemeinde mit ihrem jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrum einen Platz im Herzen Münchens gefunden hat.

Auch die muslimische Religionsgemeinschaft soll einen angemessenen zentralen Platz für ihre Moschee bekommen. Wir befürworten den Bau eines muslimischen Gemeinde- und Kulturzentrums am Gotzinger Platz in Sendling.

 

Kein Fußbreit den Faschisten

Gerade in München - der ehemaligen Hauptstadt der Bewegung - darf den Neonazis und ihren braunen Kameradschaften kein Platz für ihre menschenverachtende Hetze eingeräumt werden. Die LH München muss jederzeit alle juristischen Mittel ausschöpfen um Aufmärsche der Neonazis zu verhindern. Wir fordern die Aufnahme weiterer Plätze in die Liste so genannter befriedeter Zonen. Dies gilt zu allererst für den Marienplatz, da in unmittelbarer Nähe der Aufruf zur Reichspogromnacht stattgefunden hat.

Rechte Parteien führen ihren Wahlkampf und richten ihre Politik gegen bestimmte Minderheiten - bevorzugt gegen MigrantInnen. Die beiden Zusammenschlüsse rechter Parteien "Pro München" und "Bürger-initiative Ausländerstopp München" haben vor 2008 ins Rathaus einzuziehen. Hierfür benötigen sie jeweilig 1000 Unterschriften um als Wahlbündnis zugelassen zu werden. Die Programmatik beider Bündnisse spiegeln das rechte Gedankengut bereits bekannter rechten Parteien wieder. Wir sind gegen eine unsolidarische und untolerante Politik und werden alle Schritte dafür tun, um zu verhindern, dass solche Bündnisse oder andere rechte Parteien die Politik in München mit Sitzen im Rathaus mitgestalten dürfen. Wir werden in der Öffentlichkeit darstellen, was das Ziel der rechter Parteien und Bündnisse ist und entsprechende Überzeugungsarbeit durch öffentliches Auftreten und Publikationen gegen diese Bündnisse immer leisten. 

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