Gesundheitspolitik

 

Städtisches

Klinikum München GmbH

Am 1. Januar 2005 fusionierten die fünf Krankenhäuser der Landes-hauptstadt München Bogenhausen, Neuperlach, Harlaching, Schwabing und Thalkirchner Straße sowie die Pflegeakademie, der Blutspendedienst und die Zentralwäscherei zur Städtisches Klinikum München GmbH. Mit 3.500 Betten, 260 tagesklinischen Plätzen und 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das neue Großklinikum der größte Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen im süddeutschen Raum. Damit stellt die Stadt ein wichtiges Angebot der medizinischen Grund- und Spezialversorgung für Stadt und Umland.

Das Klinikum befindet sich finanziell in einer sehr schwierigen Situation. Der Versorgungsauftrag kann unserer Meinung nach aber nur durch Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft voll gewahrt werden. Nur hier besteht ein echtes Interesse, Maximalversorgung zu gewährleisten. Die "Rosinenpickerei" privater Krankenhäuser ist ungerecht und gefährlich. Daher dürfen privatwirtschaftliche Interessen nicht an die Stelle sozialer Grundsätze gerückt werden. Gesundheit muss für alle Menschen gleichermaßen zugänglich bleiben.

 
Die Jusos fordern:

Ein Verkauf der städtischen Kliniken, wie es einige Kommunen vorgemacht haben, kommt für München nicht in Frage. Wir wollen die Qualität in den Krankenhäusern erhalten bzw. erhöhen. Es darf dabei zu keinen betriebsbedingten Kündigungen oder Umsetzung von Personal in andere Tarifverträge kommen.


Sucht und Prävention

Das Thema Sucht und die erheblichen Folgen dieser Erkrankung zeigen, wie wichtig die Prävention ist. Durch städtische Programme und freie Träger wird ein erheblicher Anteil der Aufklärung übernommen. Die bekannten Therapieformen wie stationäre und ambulante Entwöhnungsmaßnahmen und Substitutionsprogramme helfen den Betroffenen in ein normales, selbstbestimmtes Leben zurückzufinden. Auch neue Formen der Therapie wie das Diamorphinprogramm, welches in der Testphase sehr gute Ergebnisse erzielt hat, sind zu unterstützen, auch wenn es wünschenswert wäre dass sich die Krankenkassen, bzw. die Länder an der Finanzierung beteiligen.

Die vorhandenen Präventions- und Suchthilfeprogramme müssen verbessert und ausgebaut werden. Der "law and order"- Ansatz kann auch hier nicht de Richtige sein.


Beratung

Die Stadt München unterstützt eine aktive und nachhaltige Gesundheits-förderung Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger mit vielen Projekten und Beratungsangeboten, z.B. kostenlose HIV/Aids-Beratung und anonyme Tests, die Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen oder die Impfberatung. Auch das umfassende Angebot der freien Träger wie dem Frauengesundheitszentrum oder dem Gesundheitsladen wird von der Stadt München mitfinanziert.

 
Die Jusos fordern:

Beibehaltung und zeitgemäßer Ausbau der städtischen Beratungs-programme. Bedarfsgerechte Förder-rung der Angebote von freien Trägern.

 

 

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